The Weather Underground
Regie: Green, Sam und Siegel, Bill
USA 2002, 92 min
In den Sechziger und Siebziger Jahren war die Polarisierung der politischen Situation in den USA akut mit dem Vietnam-Krieg und den Kampf um die Bürgerrechte verbunden. Angesichts der scheinbar wirkungslosen Methoden des friedlichen Protests und Widerstands bildeten sich innerhalb der Protestbewegung militante Gruppen, unter anderem der Weather Underground.
Der Film beleuchtet Vorgeschichte und Aktivitäten des Weather Underground. Green und Siegel lassen Aktivisten und Aktivistinnen von damals sprechen und zeigen die vom FBI angewandten illegalen Methoden in der Bekämpfung der Revolte. The Weather Underground wurde 2004 für den Oscar nominiert und ist erst das zweite filmische Dokument zu der US-amerikanischen Stadtguerilla.
Underground
Regie: Emile de Antonio
USA 1976, 87 Minuten
Der Film war der erste filmische Versuch, sich mit der Entstehung der amerikanische Stadtguerilla auseinanderzusetzen. Emile de Antonio entwickelte ein besonderes Interesse am Weather Underground naden Anschlägen der Gruppe im Jahr 1975 und nach der Lektüre des Weather Underground-Manifestes „Fire". Film galt lange Zeit als verschollen, liegt aber nun wieder in einer digitalisierten Form vor.
"Es ging uns in dieser Dokumentation nicht darum endgültige Antworten zu geben, sondern Fragen aufzuwerfen. Was heißt soziale Gerechtigkeit? Gibt es ein Recht auf Widerstand und wie sollte er sich formulieren? Wie sollen wir, das Volk, agieren, wenn die Herrschenden auf unseren Protest nicht beziehungsweise nur mit Repressionen reagieren?"
Sam Green